Xenon (Xe)
| Ordnungszahl | 54 |
|---|---|
| Atommasse | 131.2936 u |
| Kategorie | Edelgas |
| Elektronenkonfiguration | [Kr] 4d¹⁰ 5s² 5p⁶ |
| Aussehen | farbloses Gas, das in einem elektrischen Hochspannungsfeld blau leuchtet |
| Dichte (STP) | 5.9 g/L |
| Schmelzpunkt | 161.4 K |
| Siedepunkt | 165.051 K |
| Elektronegativität | 2.6 (Pauling) |
| Ionisierungsenergie | 1170.4 kJ/mol |
| Atomradius | 108 pm |
| Kristallstruktur | Kubisch flächenzentriert |
| Entdeckt von | William Ramsay (1898) |
Kurzbeschreibung
Xenon (Xe) ist ein farbloses, dichtes, geruchloses Edelgas, das unter normalen Bedingungen chemisch inert ist. Es ist das seltenste nicht radioaktive Edelgas der Erdatmosphäre. Die wichtigsten Fakten zu Xenon (Xe) im Überblick:
Verwendung: Eingesetzt in Hochdruck-Gasentladungslampen (Xenon-Bogenlampen für Filmprojektoren, Suchscheinwerfer), in HID-Scheinwerfern von Autos, in Blitzlampen für die Fotografie, in Ionenantrieben für Raumfahrzeuge, in der medizinischen Bildgebung (xenonverstärkte CT-Aufnahmen), in der Anästhesie und in Excimerlasern.
Herstellung/Gewinnung: Wird durch fraktionierte Destillation flüssiger Luft gewonnen. Xenon ist in der Atmosphäre äußerst selten (0,087 ppm) und damit das teuerste der natürlichen Edelgase. Die Herstellung ist energieintensiv, und die Ausbeuten sind gering.
Geschichte: 1898 von William Ramsay und Morris Travers in London durch fraktionierte Destillation von Rückständen flüssiger Luft entdeckt, kurz nach der Entdeckung von Krypton und Neon. Der Name stammt vom griechischen „xenos“ (fremd, seltsam).
Gesundheit & Sicherheit: Ungiftig, kann aber durch Verdrängung von Sauerstoff zum Ersticken führen. Wirkt narkotisch (wird in einigen Ländern medizinisch eingesetzt). Radioaktive Xenonisotope (Xe-133) aus der Kernspaltung können gefährlich sein, werden aber auch in der medizinischen Diagnostik genutzt. Keine biologische Funktion.
Preis/Markt: Wegen seiner extremen Seltenheit das teuerste natürliche Edelgas. Hohe Nachfrage aus Beleuchtung und Medizin. Die Produktion ist durch die Knappheit in der Atmosphäre begrenzt.
Eigenschaften: Sehr dicht (schwerer als Luft), chemisch inert, bildet aber unter extremen Bedingungen Verbindungen (Xenonhexafluoroplatinat war 1962 die erste synthetisierte Edelgasverbindung), sendet bei elektrischer Anregung gleißend weißes Licht aus, wirkt narkotisch und tritt in Verbindungen in mehreren Oxidationsstufen auf (+2, +4, +6, +8).
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