Actinium (Ac)
| Ordnungszahl | 89 |
|---|---|
| Atommasse | 227 u |
| Kategorie | Actinoid |
| Elektronenkonfiguration | [Rn] 6d¹ 7s² |
| Aussehen | silberweiß metallisch |
| Dichte (STP) | 10070 g/L |
| Schmelzpunkt | 1500 K |
| Siedepunkt | 3500 K |
| Elektronegativität | 1.1 (Pauling) |
| Ionisierungsenergie | 499 kJ/mol |
| Atomradius | 195 pm |
| Kristallstruktur | Kubisch flächenzentriert |
| Entdeckt von | Friedrich Oskar Giesel (1899) |
Kurzbeschreibung
Actinium (Ac) ist ein stark radioaktives, silbrig-weißes metallisches Element. Es ist äußerst selten und das erste Element der Actinoidenreihe. Die wichtigsten Fakten zu Actinium (Ac) im Überblick:
Verwendung: Hauptsächlich in der nuklearmedizinischen Forschung (Actinium-225) für die gezielte Alphatherapie zur Krebsbehandlung eingesetzt. In einigen industriellen Anwendungen auch als Neutronenquelle verwendet.
Herstellung/Gewinnung: Kommt natürlich in Spuren als Zerfallsprodukt von Uran vor. Wird synthetisch durch Neutronenbeschuss von Radium in Kernreaktoren oder durch Bestrahlung von Thorium hergestellt.
Geschichte: 1899 von André-Louis Debierne, einem Schüler von Marie Curie, in Rückständen von Pechblende entdeckt. Der Name stammt vom griechischen „aktis“ (Strahl), wegen seiner Radioaktivität.
Gesundheit & Sicherheit: Extrem radiotoxisch. Sendet Alpha-, Beta- und Gammastrahlung aus. Reichert sich in den Knochen an, schädigt das Knochenmark schwer und erhöht das Krebsrisiko. Erfordert strenge Handhabungsvorschriften.
Preis/Markt: Wird wegen der extremen Giftigkeit und der Sicherheitsrisiken nicht offen gehandelt. Wird nur an zugelassene Einrichtungen für industrielle oder wissenschaftliche Zwecke verkauft.
Eigenschaften: Radioaktiv, silbrig-metallisches Aussehen, leuchtet im Dunkeln schwach blau, sehr reaktionsfreudig, reagiert mit Wasser, Schmelzpunkt um 1050°C.
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