Bor (B)
| Ordnungszahl | 5 |
|---|---|
| Atommasse | 10.81 u |
| Kategorie | Halbmetall |
| Elektronenkonfiguration | [He] 2s² 2p¹ |
| Aussehen | schwarzbraun |
| Dichte (STP) | 2460 g/L |
| Schmelzpunkt | 2349 K |
| Siedepunkt | 4200 K |
| Elektronegativität | 2.04 (Pauling) |
| Ionisierungsenergie | 800.6 kJ/mol |
| Atomradius | 85 pm |
| Kristallstruktur | Trigonal primitiv |
| Entdeckt von | Joseph Louis Gay-Lussac (1808) |
Kurzbeschreibung
Bor (B) ist ein Halbmetall, das als dunkles, amorphes Pulver oder als extrem hartes, schwarzes kristallines Material vorkommt. Es ist für viele industrielle Anwendungen und biologische Prozesse unverzichtbar. Die wichtigsten Fakten zu Bor (B) im Überblick:
Verwendung: Eingesetzt in Borosilikatglas (Pyrex), Glasfaserdämmung, Wasch- und Bleichmitteln (Borax, Perborat), Düngemitteln und hochfesten Verbundwerkstoffen für die Luft- und Raumfahrt. Die Bor-Neutroneneinfangtherapie (BNCT) wird in der Krebsbehandlung angewendet.
Herstellung/Gewinnung: Wird aus den Mineralen Borax und Kernit gewonnen, vor allem aus Lagerstätten in der Türkei, den Vereinigten Staaten (Kalifornien) und Argentinien. Hergestellt durch Reduktion von Boroxid oder Elektrolyse von Salzschmelzen.
Geschichte: 1808 unabhängig voneinander von Joseph Louis Gay-Lussac und Louis-Jacques Thénard in Frankreich sowie von Humphry Davy in England entdeckt. Der Name leitet sich vom arabischen „buraq“ und dem persischen „burah“ (Borax) ab.
Gesundheit & Sicherheit: Essenzieller Mikronährstoff für Pflanzen und in Spuren möglicherweise auch für den Menschen. Borsäure ist wenig giftig, hohe Dosen können jedoch schädlich sein. Borverbindungen werden als milde Antiseptika verwendet.
Preis/Markt: Relativ häufig und günstig. Die Türkei kontrolliert etwa 70 % der weltweiten Reserven, was ihr geopolitische Bedeutung für den Bormarkt verleiht.
Eigenschaften: Kommt in mehreren allotropen Modifikationen vor, extrem hart (nur Diamant und kubisches Bornitrid sind härter), hoher Schmelzpunkt (2076°C), Halbleitereigenschaften und bildet starke kovalente Bindungen.