Indium (In)
| Ordnungszahl | 49 |
|---|---|
| Atommasse | 114.8181 u |
| Kategorie | Post-Übergangsmetall |
| Elektronenkonfiguration | [Kr] 4d¹⁰ 5s² 5p¹ |
| Aussehen | silbrig glänzend grau |
| Dichte (STP) | 7310 g/L |
| Schmelzpunkt | 429.7485 K |
| Siedepunkt | 2345 K |
| Elektronegativität | 1.78 (Pauling) |
| Ionisierungsenergie | 558.3 kJ/mol |
| Atomradius | 155 pm |
| Kristallstruktur | Raumzentriert tetragonal |
| Entdeckt von | Ferdinand Reich (1863) |
Kurzbeschreibung
Indium (In) ist ein weiches, schmiedbares, silbrig-weißes Post-Übergangsmetall, das äußerst selten ist. Es bleibt auch bei sehr tiefen Temperaturen weich und duktil und wird hauptsächlich in elektronischen Displays verwendet. Die wichtigsten Fakten zu Indium (In) im Überblick:
Verwendung: Hauptsächlich in Indiumzinnoxid (ITO) für transparente leitfähige Beschichtungen in Touchscreens, LCD-Bildschirmen und Solarzellen. Außerdem in Loten und Legierungen (niedrig schmelzende Legierungen), in Halbleitern (Indiumphosphid, Indiumarsenid) und in der Forschung (Kryotechnik, nukleare Anwendungen) eingesetzt.
Herstellung/Gewinnung: Fällt als Nebenprodukt bei der Verarbeitung von Zink-, Zinn-, Kupfer- und Bleierzen an (Indium kommt nie eigenständig in nennenswerten Mengen vor). China, Südkorea und Japan sind wichtige Produzenten bzw. Raffinerieländer. Äußerst seltenes Element.
Geschichte: 1863 von Ferdinand Reich und Hieronymous Theodor Richter durch Spektralanalyse von Zinkerzen entdeckt. Benannt nach der indigoblauen Linie in seinem Emissionsspektrum (lateinisch „indicum“, Indigo).
Gesundheit & Sicherheit: Gilt in metallischer Form als relativ ungiftig, allerdings sind die Sicherheitsdaten begrenzt. Indiumverbindungen können bei beruflicher Exposition giftig sein. Einige Studien deuten auf eine mögliche Lungentoxizität von Indiumverbindungen hin. Keine bekannte biologische Funktion.
Preis/Markt: Teuer und anfällig für Angebotsschwankungen. Die steigende Nachfrage nach Touchscreens und Displays hat die Preise in die Höhe getrieben. Die Konzentration der Lieferkette in China gibt Anlass zur Sorge. Das Recycling aus Elektronikschrott gewinnt wirtschaftlich an Bedeutung.
Eigenschaften: Extrem weich und schmiedbar (lässt sich mit dem Fingernagel ritzen), bleibt bei sehr tiefen Temperaturen duktil, benetzt Glas (haftet an Glas), niedriger Schmelzpunkt (157°C), gibt beim Biegen ein hohes „Zinngeschrei“ von sich, tritt überwiegend in der Oxidationsstufe +3 auf und bildet transparente leitfähige Oxide.
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