Radium (Ra)

Ordnungszahl88
Atommasse226 u
KategorieErdalkalimetall
Elektronenkonfiguration[Rn] 7s²
Aussehensilberweiß metallisch
Dichte (STP)5000 g/L
Schmelzpunkt1233 K
Siedepunkt2010 K
Elektronegativität0.9 (Pauling)
Ionisierungsenergie509.3 kJ/mol
Atomradius215 pm
KristallstrukturKubisch raumzentriert
Entdeckt vonPierre Curie (1898)

Kurzbeschreibung

Radium (Ra) ist ein stark radioaktives Erdalkalimetall, das silbrig-weiß aussieht und im Dunkeln leuchtet. Es ist äußerst selten und instabil und hat keine stabilen Isotope. Die wichtigsten Fakten zu Radium (Ra) im Überblick:

Verwendung: Früher wegen seines durch Radioaktivität verursachten Leuchtens in Leuchtfarben verwendet (Zifferblätter, Instrumententafeln). Außerdem in der frühen Krebsbehandlung (Strahlentherapie) eingesetzt. Moderne Anwendungen sind wegen der Radioaktivität und sichererer Alternativen äußerst begrenzt.

Herstellung/Gewinnung: Kommt in Spuren in Uranerzen (Pechblende) vor. Wird durch aufwendige chemische Verfahren gewonnen. Die Produktion ist heute wegen der Gesundheitsgefahren und der Verfügbarkeit sichererer Alternativen minimal.

Geschichte: 1898 von Marie und Pierre Curie in Rückständen von Pechblende entdeckt. Der Name stammt vom lateinischen „radius“ (Strahl), wegen seiner Radioaktivität. Marie Curie erhielt für ihre Arbeiten zur Radioaktivität die Nobelpreise für Physik (1903) und Chemie (1911).

Gesundheit & Sicherheit: Extrem radiotoxisch. Sendet Alpha-, Beta- und Gammastrahlung aus. Reichert sich in den Knochen an (chemisch ähnlich wie Calcium), schädigt das Knochenmark schwer und erhöht das Krebsrisiko. Die Exposition führte bei frühen Forschern zu Gesundheitsproblemen.

Preis/Markt: Wird wegen der extremen Giftigkeit und der Sicherheitsrisiken nicht offen gehandelt. Nur für zugelassene Einrichtungen für bestimmte wissenschaftliche oder medizinische Anwendungen erhältlich.

Eigenschaften: Radioaktiv, silbrig-metallisches Aussehen, leuchtet durch Radiolumineszenz im Dunkeln, sehr reaktionsfreudiges Erdalkalimetall, reagiert mit Wasser unter Bildung von Wasserstoffgas, Schmelzpunkt um 700°C.

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Periodensystem