Thorium (Th)
| Ordnungszahl | 90 |
|---|---|
| Atommasse | 232.03774 u |
| Kategorie | Actinoid |
| Elektronenkonfiguration | [Rn] 6d² 7s² |
| Aussehen | silbrig, oft mit schwarzem Anlauf |
| Dichte (STP) | 11724 g/L |
| Schmelzpunkt | 2023 K |
| Siedepunkt | 5061 K |
| Elektronegativität | 1.3 (Pauling) |
| Ionisierungsenergie | 587 kJ/mol |
| Atomradius | 180 pm |
| Kristallstruktur | Kubisch flächenzentriert |
| Entdeckt von | Jöns Jakob Berzelius (1829) |
Kurzbeschreibung
Thorium (Th) ist ein schwach radioaktives, silbrig-weißes metallisches Element, das in der Erdkruste relativ häufig vorkommt. Es ist das häufigste natürlich vorkommende Actinoid. Die wichtigsten Fakten zu Thorium (Th) im Überblick:
Verwendung: Wird hauptsächlich als möglicher Kernbrennstoff in Thoriumreaktoren erforscht (sicherer als Uran, erzeugt weniger langlebigen Abfall). Früher in Glühstrümpfen für Gaslampen (Thoriumdioxid), in Wolframlegierungen und als Katalysator verwendet.
Herstellung/Gewinnung: Wird aus Monazit- und Thoriterzen gewonnen. Wichtige Produzenten sind Australien, Indien und die Vereinigten Staaten. In der Erdkruste häufiger als Uran.
Geschichte: 1828 von Jöns Jakob Berzelius in Schweden entdeckt. Benannt nach Thor, dem nordischen Donnergott.
Gesundheit & Sicherheit: Radioaktiv, wegen der langen Halbwertszeit jedoch weniger gefährlich als viele andere Actinoide. Das Einatmen von Thoriumstaub kann Lungenschäden und Krebs verursachen. Erfordert sachgemäße Handhabung und Entsorgung.
Preis/Markt: Wird kommerziell kaum gehandelt. Der Preis hängt von der Reinheit und der Nachfrage der Nuklearindustrie ab. Möglicher künftiger Wert, falls sich Thoriumreaktoren durchsetzen.
Eigenschaften: Radioaktiv mit sehr langer Halbwertszeit (14 Milliarden Jahre bei Th-232), silbrig-metallisches Aussehen, relativ weich und duktil, oxidiert an der Luft langsam, Schmelzpunkt um 1750°C.